Thomas Schrott
inwendig
Fotografie
Ein Mensch hat unendlich viele Gesichter – die meisten davon bleiben uns verborgen. Wie ist es möglich, eine Person »wahrhaftig« zu zeigen und ein künstlerisch relevantes Bild zu machen? Mit diesem Antrieb geht Thomas Schrott an seine Serie »inwendig« heran.
Er entdeckt sein Gegenüber in der zufälligen Begegnung oder weil er seiner Neugierde für eine bestimmte Lebenserfahrung gefolgt ist. Mit gezielten Eingriffen verbildlicht er die Geschichten der Personen in einem Porträt: Ein Künstler, der in seiner eigenen Grafik zu stehen scheint, eine Tänzerin, die den Spagat zwischen Kindern und Küche probiert, eine Frau mittleren Alters, die sich in einen Mantel aus Träumen hüllt.
In seinem zweiten Fotoband schafft Thomas Schrott abermals kleine fotografische Skulpturen. Inspiriert von Schieles Malerei, strahlen sie Witz, Kraft und Freude aus – und meist eine besondere Melancholie. Der Bildband „inwendig“ zeigt 52 Menschen, oft in deren privatem Umfeld, kurze Beschreibungen begleiten die Aufnahmen. Mit einem Essay von Friederike Gösweiner sowie Kurztexten von Rebecca Sandbichler.
Ich will zeigen,
was im Leben
alles möglich ist.
Gleichzeitig wurden aber ausnahmslos alle, die ich fotografiert habe, von irgendetwas angetrieben. Ob Jung oder Alt: Alle hatten einen Grund, morgens aufzustehen.
ProjektbeschreibungIch stelle mir das total skurril vor: Da kommt jemand, stellt Fragen, macht Fotos von dir. Aber die Menschen haben wohl meine Wertschätzung und das ehrliche Interesse an ihnen gespürt.
Ich denke immer vom Raum zur Person zum Licht.
Es gibt immer eine Geschichte und Gründe für das, was man von außen sehen kann. Manche dieser Geschichten sind so geheim, dass ich niemandem sonst davon erzählen darf.